Ich habe gerade gemerkt, dass sich meine Fähigkeit loszulassen verändert hat. Ich war nämlich jetzt das erste Mal im Urlaub. Fünf Tage! Jemand hat auf die Pferde aufgepasst und ich hatte großes Vertrauen, dass das alles passt und klappt.
Es hat mir sehr, sehr gut getan, weiter weg zu sein und mich nicht involvieren zu können in die Pferdeversorgung. Und ich habe mich auch total gefreut, wieder zurückzukommen.
Seitdem gelingt es mir besser, also brauchte es wahrscheinlich diesen Abstand, auch andere Leute machen zu lassen.
Lisa und Laura zäunen total viel, ein paar Reitschülerinnen helfen mit. Dann geht es halt echt immer super schnell und so ist sie irgendwie mehr in eine Balance gekommen, die Pferdeversorgung. In meiner potenziellen Aufpasserinnen-Gruppe sind inzwischen 14 Menschen!
Dadurch, dass es jetzt viel regnet, ist es natürlich auch sehr luxuriös, dass das Gras so gut wächst. Die existenzielle Bedrängnis, die sonst manchmal aufgetaucht ist, habe ich im Moment nicht.
Also erstmal Entspannung und schauen, wie der Sommer wird! (er wurde grandios! Ich war nochmal 10 Tage mit den Kindern unterwegs und noch weitere 2x 5 Tage woanders!)
Eine Veränderung gab es: Ich habe Fida und Filia verkauft, Vicky und Ronja bleiben erstmal. Fida war die Chefin der Herde. Sie ist wieder bei ihrer Vorbesitzerin und begleitet sie jetzt durch eine schwierige Lebensphase. Filia ist bei einer ambitionierten jungen Frau, die sie total angenehm fördert. Da bekomm ich immer mal ein Update.
Ohne die beiden ist irgendwie viel mehr Ruhe in die Herde reingekommen. Mal gucken, wie es sich das noch so verändert. Eine neue Chefin gibts nämlich zur Zeit noch nicht – es ist eher ein kollektives Matriarchat – auch schön zu beobachten!

Ich merke, dass eine nachhaltig gute Pferdehaltung für mich auch bedeutet, dass ich die Verantwortung teile. Ein kleines Feedback dazu von einer Frau, die die Verantwortung übernommen hat:
„Ich bin mit Vala ausgeritten und es war super schön! So wie immer, dieses Mal nur viel aufregender für mich. Wir waren anderthalb Stunden unterwegs. Es war toll, ich mache die Ponykontrolle voll gerne wieder. Danke, dass du mir dein ganzes Vertrauen entgegen bringst! Ich war zwischendurch immer wieder voll geflasht und ja, fühle mich total reich und beschenkt.“
Vertrauen, Unterstützung und eine stabile Herde schaffen mehr Leichtigkeit – für die Pferde und für mich.
Ich halte euch auf dem Laufenden und danke für die Begleitung im Prozess.