LSS-Workshop beim Älplertreff

Anja & die Charolais-Kuh

Anja & die Charolais-Kuh

Neben Milchqualität, Hüten mit Hunden, der Kuhapotheke, dem Käsen und den Gesprächen mit Bauern gab es auf dem Älplertreff in Dohrenbach am 12. Januar 2013 auch einen Workshop zu Low Stress Stockmanship, dem stressarmen Umgang mit Herdentieren.

In zwei Stunden erarbeiteten sich etwa 40 Teilnehmende die Grundsätze der Methode, die Motivatoren der Kühe, mit denen auf der Alm hauptsächlich gearbeitet wird und das Gespür von Nähe und Distanz. Dann ging es zu Fuß auf einen Charolais-Zuchtbetrieb mit 25 Mutterkühen und deren 2 Monate jungen Kälbern im Laufstall. Dort zeigte ich einer kleineren Gruppe Zuschauer die Annäherung an mir unbekannte Rinder, das Prinzip von Impuls geben und Druck nachlassen bei gewünschter Reaktion der Kuh und eine kurze Sequenz des Bewegens der Herde.

Bei dem Workshop gab es aus meiner eigenen Erfahrung Anregungen zum Umgang mit den Kühen auf der Alm, dem Hinterherlaufenlassen des Bullens, dem Einfluss des eigenen Arbeitsstresspegels und viele spannende Episoden aus dem Erleben der Teilnehmenden. Die Entspanntheit während des Lernens über die Methode war dieses Mal besonders.

LSS-Seminar an der Uni Witzenhausen

Am letzten Oktoberwochenende führte Anja Feierabend ihr erstes Low Stress Stockmanship Seminar außerhalb von Zempow durch. Es sich sehr schnell so ergeben, weil die Nachfrage der Witzenhäuser Studenten groß war, und durch das „Studium fundamentale“-Programm ließ es sich auch leicht organisieren.

Der 3-stündige Theorieteil fand Freitagabend im Uni-Gebäude statt. Das Feedback dazu war positiv – endlich mal keine Powerpoint-Präsentation, lebendig und mit vielen Geschichten erzählt. Am Ende wurden zwei Videos gezeigt, wodurch sich die etwa 20 Teilnehmer schon ein bisschen mehr von der Realität vorstellen konnten.

Am Samstag, dem Praxistag hat es vormittags geschneit!! Hut ab vor den ausdauernd Beobachtenden, auf der Aussichtsplattform stehenden Leuten. Wir durften mit 5 Limousinkühen und 4 -kälbern von einem offenen Bauern arbeiten. Da es so eine kleine Herde war, konnten die Studenten die Reaktionen auf ihre Bewegungen an allen Herdenmitglieder wahrnehmen. Die Kühe sind am Ende Hinterhandwendungen und Achten um die Apfelbäume gelaufen, waren aber auch ziemlich hungrig, denn von 10 bis 16 Uhr wurde mit ihnen gearbeitet! Es war echt schön zu sehen, wie schnell sie gemerkt haben, worum es geht und wie gut sie auf unsere sensiblen Impulse reagiert haben. Die Studenten waren auch sehr offen, wodurch es viel um das Bild des Gelingens und mentale Impulse ging.

Nun gilt es, die Methode praktisch anzuwenden und von den Erlebnissen zu berichten. Dafür soll dieser Blog Raum geben!