Pferdeverkauf

Veränderung liegt in der Luft.

Und ganz ehrlich: Manchmal weiß man selbst noch nicht genau, wo die Reise hingeht! Für mich gab es diese Reisefreiheit in den letzten Jahren nur super selten und deshalb geh ich durch diesen Prozess jetzt durch. Denn genau da liegt viel Wachstumspotenzial drin. 🙂

Verantwortung zu übernehmen heißt für mich nicht, immer alles im Griff zu haben, sondern den nächsten ehrlichen Schritt zu gehen – auch wenn ich noch nicht weiß, wo er hinführt.

Ich habe mich deshalb entschieden, vier meiner 10 Pferde zu verkaufen.

Nicht, weil ich weniger will – sondern weil ich mehr möglich machen möchte.
Mehr Raum. Mehr Beteiligung. Mehr Menschen, die sich zutrauen, Verantwortung zu übernehmen.
Ich erhoffe mir, dass mit weniger Ponies auf der Weide, mehr von euch sich vorstellen können, da zu sein und zeitweise die Verantwortung für die Herde zu tragen.

Denn eigentlich ist oft einfacher, als wir denken: Zäune lassen sich vorbereiten, Wasser auffüllen kann man lernen, genauso wie Hänger fahren. Die größte Unsicherheit ist nur im Kopf.

Ja, es gibt Unwägbarkeiten – wie Wildtiere, die den Zaun beschädigen. Auch dafür gibt es Lösungen: Eins der Ponies hat einen Tracker am Halfter, sodass die verantwortliche Person über eine App Bescheid bekommt, falls die Ponies die Weide verlassen und losfahren kann, um sie wieder zurück zu bringen.

Vielleicht entsteht genau daraus etwas Neues: Dass mehr Menschen sagen: Ich probiere das mal. Für ein paar Tage.

Und vielleicht spürst du beim Lesen sogar: Meine Zeit ist gekommen – ich kauf eins der Pferde und trage die Verantwortung ganz für so ein Pferdeleben. Hier sind die Anzeigen: Vicky, Filia & Fida

Wenn du dir vorstellen kannst, Verantwortung zu übernehmen – zeitweise oder ganz – dann melde dich gern.
Für Vicky, Filia, Fida und vielleicht auch bald Ronja öffnen sich gerade neue Wege.

Wir schauen mit offenem Herzen, wohin sie führen.

Vielleicht kennst du ja ihr neues Zuhause?
Leite den Link dieses Beitrags gern an mögliche Käuferinnen weiter.

Das nächste Kapitel: Im Rhythmus der Tiere ~ im Einklang mit mir

Der Weg zum Dokumentarfilm mit Rüdiger Heim… Warum ich glaube, dass wir alle die Kraft haben, unser Leben neu zu gestalten – wenn wir bereit sind, hinzuschauen.

… und dass wir im Zusammensein mit Tieren lernen können, unser eigenes Leben tiefer zu verstehen.

Lisa Wiese auf Karuna mit freien Pferden auf einer Weide Herbstlaub

Melken auf der Weide

Mein Weg schlängelte sich schon immer ganz munter durch die Welt. In meinem Buch „Wie ich als Cowgirl die Welt bereiste und ohne Land und Geld Bio-Bäuerin wurde“ (bei mir erhältlich) beschreibe ich die verschiedensten Stationen von den Regenwürmern im Studium, halbtot unter der Kuh, auf einem Roadtrip durch Kanada, der Weite dort, die auch mein Herz weitete bis zum Melken auf der Weide. Ein Stück Erde, das wir zum Klingen bringen wollten, das mehr als ein landwirtschaftliches Projekt – es ist der Versuch, eine Vision von guter, lebendiger Landwirtschaft zu leben. Aus Gras wurde Milch und Fleisch, aus dem Kontakt zu den Tieren wurden innige Beziehungen, aus der Vermarktung wurde eine erfüllende Lebensaufgabe: Weidefleisch, das zeigt, dass Wertschätzung mehr ist als ein Wort.  Ein Weg, der zeigt, dass Tiere in Würde gehalten werden können, dass Fleisch wertvoll ist und dass Konsument*innen mit ihrer Entscheidung Landwirtschaft wirklich verändern.

Mit Frauen auf der Weide SEIN

Dann die Pferde, meine zweite Unternehmung. Mit Auszeit mit Pferden haben Lisa und ich einen Raum geöffnet, in dem Menschen still werden können, atmen, fühlen. Ein Ort in der Wildnis Brandenburgs, an dem wir uns selbst begegnen können – getragen von der Klarheit und Präsenz der Tiere. Ich erlebe immer wieder, wie Pferde Türen öffnen. Wenn wir aussprechen, dass die Frauen bei den Camps oder Tagesauszeiten mal nur Sein können, kullern bei manchen schon die ersten Tränen. Weil sonst in dieser Welt und dann in unseren Gehirnstrukturen das Funktionieren an erster Stelle steht. Die Pferde erinnern uns daran, dass wir nichts leisten müssen, um zu genügen. Sie spiegeln uns, wo wir stehen – und laden ein, neue Pfade zu gehen. Es ist so bereichernd und kraftvoll, wenn diese von den Teilnehmerinnen der Auszeit eingeschlagen werden.

Falbe und Scheckenponies grasen auf wilder Weide

Das 2. Buch: Was wir von Rindern lernen können

Zwischen all dem entsteht mit Sonja Moor zusammen mein zweites Buch. Worte, die sammeln, was in Begegnungen geschieht. Es ist wie ein roter Faden, der meine Erfahrungen, mein Wissen und die vielen Begegnungen mit Menschen und Tieren verbindet. Schreiben heißt für mich: verdichten, reflektieren, festhalten – und gleichzeitig wieder teilen, was mich trägt. Geschichten, die tragen, was im Alltag oft verloren geht: die Sehnsucht nach Sinn, nach Tiefe, nach Verbindung.

Es wird einen Dokumentarfilm über uns geben!

Lisa hatte den Wunsch, dass es über die Auszeit einen Dokumentarfilm gibt. Und so kam es, dass uns dieses Jahr Rüdiger Heim in allen Jahreszeiten begleitet hat, um einen Dokumentarfilm zu drehen, aus dem wir jetzt schon einen kleinen Auszug veröffentlichen.

Er zeigt mehr als schöne Bilder. Er zeigt, was uns antreibt: dass wir mit Tieren und Menschen auf Augenhöhe sein können. Dass wir, wenn wir uns trauen, unser Leben zu reflektieren, unsere Muster zu durchbrechen, einen Schritt in eine neue Zukunft setzen. Wie heilsam es ist, wenn wir hinschauen, uns einlassen, unser Leben reflektieren – und uns trauen, neue Wege einzuschlagen.

Machst du dich auch auf den Weg?

Wir glauben so stark daran, dass wir alle etwas bewegen können. Es beginnt im Kleinen – mit einem achtsamen Blick, einer bewussten Entscheidung, einem ehrlichen Gespräch. Und aus diesem Kleinen erwächst Wandel.

Wir brauchen keine Perfektion, sondern Mut. Keine großen Systeme, sondern viele kleine Feuer. Wenn wir uns erinnern, dass wir verbunden sind – mit der Erde, den Tieren, miteinander – dann können wir Welten bewegen.

Dieses Kapitel beginnt jetzt. … und es macht mir Freude zu sehen, wie viele Menschen mitschauen, mitfühlen und wir freuen uns, wenn wir die Verbindung spüren und zusammen gehen.

Frauen reiten mit Ponies durch den Wald